Sammlung

Aus Porträtsammlung des Stadtmuseums München
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In den Sammlungen des Münchner Stadtmuseums befinden sich rund 35.000 Bildnisse, deren Entstehungszeit vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Es handelt sich um Handzeichnungen, Druckgraphik, Gemälde, Fotografien und Porträtbüsten. Dieser Bestand wird in der digitalen „Porträtsammlung des Münchner Stadtmuseums“ in Auswahl präsentiert und laufend erweitert. Ob Herrscher, Künstlerin oder Münchner Original, anhand ihrer Bildnisse kann man hier den Menschen begegnen, welche die Stadt über die Jahrhunderte hinweg prägten. Zugleich weist die Porträtsammlung auch weit über Münchens Grenzen hinaus. Epochen wie die Zeit Orlando di Lassos (1532-1594), die Ära unter König Ludwig I. (1786-1868), der Münchner Jugendstil oder auch das München der Nachkriegszeit erhalten beim Blättern durch das Angebot gleichsam ihr Gesicht.

Aus der Vielzahl der Bildnisse ragen einzelne Werke, zum Teil auch Werkgruppen heraus: So stammen im Bereich der graphischen Künste zahlreiche Porträts aus dem Kernbestand des Münchner Stadtmuseums, der „Maillinger-Sammlung“, die 1888 bei der Gründung des „Historischen Museums der Stadt München“ den Grundstock bildete. Darunter befinden sich Arbeiten von Bartel Beham (1502-1540), Johann Georg von Dillis (1759-1841) oder Wilhelm von Kaulbach (1805-1874). Im Bereich der Malerei beansprucht das Oeuvre von Johann Georg Edlinger (1741-1819) seinen besonderen Platz. Bei den Fotograf*innen lässt sich der Bogen von den Anfängen der Fotografie mit Werken von Alois Löcherer (1815-1862) und Franz Hanfstaengl (1804-1877) über Theodor Hilsdorf (1868-1944), Frank Eugene (1865-1936) und Philipp Kester (1873-1958) bis hin zu Herbert List (1903-1975) oder auch Gabriele Gräfin von Arnim (1917-2018) spannen, die alle in München lebten und arbeiteten. Besonderes Interesse verdient der Nachlass von Hermann Landshoff (1905-1986), einem Münchner Fotografen, der sich nach seiner Emigration in die USA nicht nur als Modefotograf, sondern ebenso als Porträtist der New Yorker Kunstszene einen Namen machte. Daneben trifft man in der Porträtsammlung auch immer wieder auf Kuriositäten, wie beispielsweise die Requisiten für Scherzfotografien, wie sie um 1900 auf dem Oktoberfest Verwendung fanden. Eine weitere Besonderheit stellen die Karikaturen des Künstler-Sänger-Vereins dar, eine der größten und ältesten Künstlervereinigungen Münchens, deren Mitglieder – darunter Lovis Corinth (1858-1925), Franz von Stuck (1863-1928) oder Carl Strathmann (1866-1939) – sich an den Vereinsabenden humorvoll und pointiert gegenseitig skizzierten.

Über die Namen der Porträtierten und der Porträtist*innen können die Bildnisse einfach recherchiert werden. Neben Angaben zu Person und Werk befindet sich eine Bilddatei, die sich durch Anklicken zur Bildschirmansicht vergrößern lässt. Hochwertige, zu Reproduktionszwecken geeignete Bilddateien können per Email bestellt werden. Die Adresse finden Sie beim jeweiligen Bild.

Die "Porträtsammlung des Münchner Stadtmuseums" entstand 2009 aus einem Kooperationsprojekt des Münchner Stadtmuseums mit der Bayerischen Staatsbibliothek im Rahmen der Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO). Das Angebot ist inzwischen über das kulturwissenschaftliche Informationsportal „bavarikon“ erreichbar.


Technik Anzahl Porträts
Druckgrafiken 691
Fotografien 570
Gemälde 54
Handzeichnungen 139
Miniaturmalereien 1
Schattenrisse 1
Skulpturen 21

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